Das Video zum Projekt:

 

DER VERSCHWUNDENE FRIEDHOF

Wir "bezeichnen" einen "verschwundenen Friedhof"! Von der Ausstellung aus geht es zum Gedenkort.

 

 

Die Ausstellung "totgeschwiegen" - durch die Aufarbeitung wieder in Erinnerung gebracht.

Wir haben zu Beginn des Projektes das Foto von damals nachgestellt und bauen so eine Brücke zu heute, gegen das Vergessen (Silvia Fohrer mit Schülerinnen der Carl-Benz-Oberschule)

2.10.2015 Der erste Tag: Treffen in der Schule und die Erklärung zu einem Denkmal, die Schülerinnen und Schüler schnitzten aus weichen Materialstücken ihre Vorstellungen und besprechen mit den Bildhauern das Konzept, Ideensammlung.

 

26.11.2015 Der zweite Tag: Die Vorbereitungen zur Aktion auf dem Gedenkort werden in der Ausstellung "totgeschwiegen" gemacht.

 

Zwischenzeitlich sind die Betonzeichen gegossen, mit verzinkten Gewindestangen versehen und mit den Schrifttafeln verschraubt, einige Kreuze zusätzlich schwimmtauglich gemacht.

 

Die Sätze der Schrifttafeln entstammen der Ausstellung "totgeschwiegen".

 

4.12.2015 Der dritte Tag: Die Bildhauer und die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerin Frau Schmidt und die Religionslehrerin Frau Orland der Carl-Benz-Oberschule setzen Zeichen auf dem Gedenkfriedhof gegen das Vergessen.

 

 17.12.2015 Der vierte Tag: Die Bildhauer, Frau Orland und die Schülerinnen und Schüler der Carl-Benz-Oberschule setzen Zeichen auf dem Friedhof.

 

 

Die Aktion zum Projekt auf dem Anstaltsfriedhof, mit dabei die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Carl-Benz-Oberschule, die Lehrerin Frau Schmidt, Pfarrerin Frau Orland Religionslehrerin, Bildhauerin Silvia Chr. Fohrer und Bildhauer Rudolf J. Kaltenbach.

 

Die Schülerinnen und Schüler haben die vorher von ihnen gefertigten weißen Kreuze zum Gedenkfriedhof getragen

 

Die Kreuze auf dem Gelände: schwimmend auf dem See, liegend, stehend, hängend an der Mauer beim Eingang verteilt.

 

Steinstaub und Farbpigmentzeichen mit selbst geschnittenen Schablonen auf den Hauptweg entlang gezeichnet.

 

4 komplexe Zeichenstellen, Betonsegmente, sind  nach Außen gebracht (Beton, Reagenzgläser, Acrylglas beschriftet durch die Schülerinnen und Schüler, Laborschalen eingelassen in Beton.

(Die Verschalung wurde von den Schülerinnen und Schülern vorher entfernt.)

Blumen wurden in die Reagenzgläschen gesetzt.

 

Die zweite Aktion

 

Wiederum 4 komplexe Zeichenstellen aus Beton werden auf das Gelände gebracht, sie tragen von den Schülerinnen und Schülern aus der Ausstellung entnommene Sätze zu den Ereignissen um T4.

 

Ein großes Schild wird am Eingang angebracht mit dem Titel der Ausstellung zum Friedhof.

 

Steinsegmente werden in den Weg gelegt, sie erinnern an die verschwundenen Grabmale.

 

Streuungen mit neuen Schablonen werden gefertigt. Für die, die den Friedhof gerne anderweitig nutzen wollen ohne auf das Gedenken einzugehen: Hände weg vom Friedhof-es bleibt ein Ort zum Erinnern.

 

Auf einen Brunnen wird eine Membrane mit einem Kreuz gespannt, die Farbe gibt das Kreuz frei, was vorher verborgen erschien.

 

Wir haben noch viel vor uns bis der Friedhof endlich seine Bedeutung zurückerhält und mit neuen Informationen ein Ort des Gedenkens wird, Schritt für Schritt geht es voran!

 

 

 

Die Künstlerin Silvia Fohrer stellt Fragen an die SchülerInnen: wie stellt IHR euch ein Denkmal vo. Zuvor wurden die SchülerInnen von der Religionslehrerin Frau Oland auf das Thema ausführlich vorbereitet. 

Erste Ideenfindung in der Schule, danach erstellen wir das Konzept, in einem Berichtsheft tragen sich die Schülerinnen und Schüler ein, "was haben wir gefertigt". Der Künstler Rudolf J. Kaltenbach leitet die SchülerInnen durch verschiedene Aufgabenstellungen im Projekt.

Vorbereitung der Materialien in der Ausstellung mit der Klasse 8b

Vorbereitungen in den Räumen der Ausstellung mit den Schülerinnen und Schülern mit den Künstlern.

 

 

Danach ging es auf den verschwundenen Friedhof  zur Realisierung vor Ort. Die Bildhauer und die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerin Frau Schmidt und die Religionslehrerin Frau Orland der Carl-Benz-Oberschule setzen Zeichen auf dem Gedenkfriedhof gegen das Vergessen.

der überwiegende Teil der Bilder sind durch Anklicken vergrößerbar

Teil 2: Vorbereitungen

 

Im bb-Ewerk werden von den beiden Bildhauern weitere Vorbereitungen getroffen, um mit den SchülerInnen zusammen und den Lehrerinnen der Carl-Benz-Schule Zeichen auf dem Friedhof zu setzen.

 

 

1 Betonsegment in Schalung, isoliert, PVC-Schild, hängend montierbar, mit  der

Bezeichnung

ENTWIDMET - ein Ort zum Trauern bleibt


4 Betonsegmente mit PVC-Schilder von den Jugendlichen geschriebene Worte, entnommen der Ausstellung "totgeschwiegen"


1 Nesseltuch mit Kreuz für den Brunnen, Farbe


Schablonen zur Streuaktion



Realisation am 17.12.2015 mit Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8c

HÖREN_HINHÖREN (Konzept Silvia Fohrer)

 

Nesseltuch mit Kreuz als Membrane über einem Zylinder des ehemaligen Friedhofbeckens. Das Kreuz ist nicht farb-durchlässig und bleibt daher, wie bei einem Siebdruck hier weiß. Farbpigmentauftrag und Wasser auf Tuch.

SEHEN_HINSEHEN _ FÜHLEN_SPURENLEGEN (Konzept Kaltenbach_Fohrer)

Steinstaubstreuung mit Schablonen

Die Betonsegmente mit den Inschriften werden auf dem Gelände verteilt.

Frau Orland, die Lehrerin und Pfarrerin.

Kleinere Steinkreise aus poliertem Gestein werden in Abständen in den Weg verlegt, zuerst gegraben und dann angedrückt.

Das Hauptsegment wird am Eingang befestigt.

Das Tor des vergessenen Friedhofs mit dem neuen Segment: ENTWIDMET - ein Ort zum Trauern bleibt.

Der verschwundene Friedhof soll kein verlorener Friedhof sein:

Matthäus

Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?

11 Er antwortete: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu erkennen; ihnen aber ist es nicht gegeben.
12 Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
13 Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen, weil sie hören und doch nicht hören und nichts verstehen.
14 An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen.

 

Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden und mit ihren Ohren hören sie nur schwer und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.

16 Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören.
17 Amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Die Angehörigen haben ein Recht auf ein Gedenken an diesem Ort!

27.01.2016 Foto Irmela Orland

Zum Geamtkonzept: alle hier eingestellten Fotos zur Dokumentation bis auf eines, welches als solches bezeichnet ist,

Silvia Fohrer (copyright), weiterhin Videos zur Aktion (im Aufbau für diese Seite)

Vielen Dank an die Unterstützer des Projektes!

Die Objekte sind am 30.01. 2016 vom Friedhof entnommen und gehen nun zum Teil in die Ausstellung ins Anti-Kriegs-Museum in Berlin-Wedding.

WOZU ERINNERN? _ WOZU VERGESSEN?

Vortrag im Anti-Kriegsmuseum

VORTRAG VORTRAG VORTRAG DONNERSTAG I 10. MÄRZ I 18 UHR Irmela Orland, Religionslehrerin und Pfarrerin, Rudolf J. Kaltenbach, Bildhauer »WOZU ERINNERN?«, »WOZU VERGESSEN?« Der Friedhof der damaligen »Wittenauer Heilstätten« Veranstalter: Anti-Kriegs-Museum Y www.anti-kriegs-museum.de Die letzten Zeitzeugen erzählen uns heute vom Nationalsozialismus. Aber was bleibt von ihren Erlebnissen für die nächste Generation wichtig? Was hält in Zukunft stand? Die uns mitgeteilten Erfahrungen unterliegen der Transformation, sie gehen durch den Filter gesellschaftlicher Wahnehmung. Wir wollen Weichen stellen für eine Wirkungsgeschichte, damit Gedenkfeiern, Stolpersteine und Ausstellungen nicht zu Ritualen werden. – Der Friedhof der damaligen »Wittenauer Heilstätten« soll für die Zukunft als Gedächtnisort interaktiv erschlossen werden. Schüler der Carl-Benz-Schule und des Georg-Herwegh-Gymnasiums suchen nach einem modernen Umgang mit der Vergangenheit und gestalten mit dem Bildhauer Rudolf Kaltenbach diesen Ort. Sein Projekt »Steine ohne Grenzen« ist dem deutsch-jüdischen Bildhauer und Maler Otto Freundlich gewidmet. Die Schüler setzen Tafeln mit QR-Codes in das verwilderte Friedhofsgelände. Damit verteilen sie Informationen, die weiter erzählt werden.

 

pdf. Seite 26

 

Anm. : Vervollständigung der Veröffentlichung:

 

Steine ohne Grenzen ist ein gemeinsames Projekt von Silvia Fohrer und Rudolf J. Kaltenbach.

 

Silvia Fohrer hat das Projekt für den verschwundenen Friedhof konzeptionell und handwerklich  künstlerisch mitgestaltet (s.o.)

Datum:

Donnerstag 10. März um 18.00h

Ort Anti-Kriegs-Museum (rollstuhlgerecht), Brüsseler Straße 21, 13353 Berlin (U-Bhf. Amrumer Straße, U-Bhf. Seestraße ) Anmeldung nicht erforderlich Eintritt frei

Fotos von der Veranstaltung (Fotos Ruth Orland)

Künstler Hr. Kaltenbach erleutert das Projekt und gibt einen Einblick in die Arbeit für das Internationale Symposion "Steine ohne Grenzen"

Künstler Hr. Kaltenbach und die Schüler*innen.

Künstlerin Frau Fohrer stellt das Video vor und erleutert das Projekt.

Pfarrerin und Religionslehrerin Frau Orland erleutert den aktuellen Stand des Friedhofsprojektes.

Die Lehrerin Frau Schmidt und ihre Schüler*innen (rechts unbekannt) in der Ausstellung.

 

 

Unser Ziel, ein steinernes Denkmal für den Friedhof für die Trauernden und zur Erinnerung an die schrecklichen Taten der NS-Zeit. Federführend sind im Freundeskreis Frau Irmela Orland und ihre Tochter Ruth. Beide Bildhauer sind im Freundeskreis für den Anstaltsfriedhof. Aufgrund eines Hausverbotes, erteilt vom Besitzer des Grundstückes Vivantes, können auf dem Friedhof keine Veranstaltungen zur Zeit stattfinden um das Gedenken aufrecht zu halten.

 

 

Weitere Informationen: